XXX Wacken – 30 jähriges Jubiläum

Moin,

ja was soll ich sagen. Ich habe mich gefreut. Tage hingefiebert bis es los ging. Dienstags davor den Mietwagen abgeholt und Mittwoch sollte es dann losgehen. Ging es auch. Mittwoch vormittag packten wir unseren tollen Mietwagen ein und voll und fuhren dann zum Ort des Geschehens. Da wir nicht wussten ob jede Menge Stau sein wird sind wir Überland gefahren. So lernt man auch einige Ecken von Hamburg kennen – ich sag es euch. 😀 Nach der ca. 1,5 stündigen Fahrt kamen wir auch an. Bauten unser Zelt auf. Tranken erstmal unser erstes Bier und machten uns dann auf den Weg um unsere Festivalbändchen und den “Beutel” abzuholen. Auch dieses Jahr waren wir ca. 10-15 Minuten Fußmarsch vom Festivalgelände entfernt – was völlig ok ist.

Nachdem wir die Bändchen angelegt hatten beschlossen wir uns dieses Jahr direkt die T-Shirts zu besorgen, bevor keins mehr in unseren Größen vorhanden ist. Gesagt getan. Danach umrundeten wir das Festival Gelände einmal kurz und stöberten im neu errichteten und für dieses Jahr neuen Supermarkt. Da gab es was das Herz begehrt. Eine schöne Auswahl an allem Möglichen für’s Camping. Gekauft haben wir aber bei unserem ersten Besuch nichts, da wir alles noch am und im Auto haben / hatten.

Am Zeltplatz aßen wir dann erstmal was. Unterhielten uns mit unseren Nachbarn und wie so üblich tranken wir auch ne Kleinigkeit. Ach ja wir haben auch direkt die Postkarten gekauft gehabt zum Versenden – wozu es im Nachhinein dann doch nicht gekommen ist. Weiteres dazu später.

Am Abend sollte Sweet und Sisters of Merci auftreten. Also machten wir uns wir auf den Weg zum Festivalgelände. Die Kontrollen gehen bei Frauen etwas schneller, da etwa nur 25 % von den Besuchern wahrscheinlich weiblich sind. Somit musste ich etwas auf meine männliche Begleitung warten. 😛 Wir organisierten uns dann etwas Flüssignahrung und suchten meine Arbeitskollegin auf. Das die heute keine gute Laune hatte merkten wir sofort. Dafür unterhielten wir uns dann mit ihren Freunden.

Nach dem Konzert hatten wir noch Hunger und durchstöberten das Wikinger Village nach was leckerem Essbaren. Nach einer Weile fanden wir auch was. Danach machten wir uns auf zu unseren Schlafplätzen. Leider hatten wir die Rechnung aber ohne unsere Umgebung gemacht. Manche meinten bis 5 Uhr morgens noch feiern zu müssen in voller Lautstärke. Ich bin dann irgendwann eingeschlafen.

Um halb 7 Uhr morgens wurde ich durch heftige Bauchschmerzen wach. Stand auf, ging diesmal zum Dixi, weil es direkt um die Ecke war und legte mich danach nochmal schlafen. Nach drei weiteren Stunden Schlaf wurde ich erneut wach. Diesmal mit Hitzewellen. Dies schob ich aber erstmal auf die Sonne, die auf das Zelt donnerte, wie auch letztes Jahr.

Wir frühstückten ganz normal. Ich suchte danach nochmal eine normale Toilette auf. Und wollte noch unseren Kanister auffüllen mit Wasser. In der Schlange jedoch wurde mir fast schwarz vor Augen, sodass ich erstmal in den Schatten mich setze, meinen Freund kontaktierte und dieser dann den Rettungsdienst. Denn es ging mir richtig schlecht. Nach 1-2 Stunden des Wartens kam dann der KTW. Untersuchte mich, stellte mir Fragen und so musste ich dann doch notgedrungen mit in die Notfallstation des Festivals im KTW. Vorher nie KTW gefahren. Dort angekommen mussten wir kurz warten und dann wurde ich auch schon in ein gesondertes Zelt gesteckt, denn man wusste nicht was ich hatte.

Nach ca. 1,5 H Aufenthalt dort wurde ich entlassen. Zunächst ging es mir auch gut. Wir kauften noch Tee beim Metalmarkt ein und Toastbrot und Marmelade und sobald wir am Zelt waren verschlechterte sich mein Zustand enorm.

Samstagvormittag brachen wir dann das ganze Festival ab. Freunde von uns holten uns extra ab. Ich konnte nicht fahren. Die Jungs luden das Auto aus und ich für mich ging es direkt in die Notaufnahme. Nach über 6 Stunden warten kam ich dann auch dran. Tropf, Blutabnahme und weiteres warten. Warten das sich endlich ein Arzt meldet. Nach weiteren 2 Stunden hatte ich es so satt und nervte die Krankenschwester im halbstündigen Takt, was denn nu ist. Die Notaufnahme war leer. 3 Patienten und ich wurde immer wieder nach hinten verschoben, da ein dicker Knöchel akuter ist als eine Patientin mit heftigen Magenschmerzen, ständigem Rennen zur Toiletten und hohem Fieber. Ich kam dann in einen Raum wo dann ein Arzt endlich mich untersuchte. Mir mitteilte, dass meine Werte ja katastrophal seien und er das jetzt noch kurz mit anderen Ärzten besprechen müsse ehe sie mir was mitteilen können. Um 22 Uhr erfuhr ich dann, dass ich leider hierbleiben müsse, denn das wäre nicht zu verantworten mich nach Hause zu schicken. Also musste mein Freund leider nach Hause fahren.

Ich wurde dann in ein anderes Haus verlegt – unterirdische Tunnel sind schon was interessantes besonders, wenn man aufeinmal am Bett n Motor irangeschraubt bekommt und losdüsen kann.

Im Krankenhaus selbst blieb ich dann 5 Tage in Quarantäne. und woran lag es fragen sich bestimmt viele jetzt?

Jemand auf Wacken, ich weiß nicht ob es das Essen abends oder mittags war, meinte sich nicht nach seinem größeren Toilettengang die Hände zu waschen und einfach das Essen dann so zubereiten und den Gästen zu servieren. Somit hatte ich das Glück in meinem Essen Fäkalien gehabt zu haben, die in meinem Darm gelandet sind was mein Körper nicht mochte und grundsätzlich kein Körper mag.

So viele Bands konnte ich dank des netten Herrns leider nicht sehen. Habe viel Geld für nichts investiert. Und meine Gesundheit wurde auch gefährdet. Ich weiß für nächstes Jahr, dass ich nur noch selbst mitgebrachte Sachen essen werde oder ich gehe nur dahin, wo mit Handschuhen gearbeitet wird.

Die Vorfreude für nächstes Jahr lasse ich mir nicht nehmen aber ich bin enttäuscht, dass man Gästen sowas serviert.

Hattet Ihr schonmal so einen Reinfall auf einem Festival?

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